Warum der eSport und klassische Sportarten sich ähnlicher sind als man denkt

Hallo liebe Community!

Bis heute wird immer noch stark darüber diskutiert, ob der eSport überhaupt als Sportart betrachtet werden sollte. Ein paar Zeilen zu dem Thema wären daher ganz hilfreich. Länder wie Kanada oder Frankreich haben den Schritt einer offiziellen Anerkennung schon vor längerem abgeschlossen. Allerdings bewegt sich auch in Deutschland etwas. Die neue Bundesregierung hat die Anerkennung des eSports in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Damit ist im deutschsprachigen Raum ein wichtiger Schritt gegangen worden. Als eine der größten deutschsprachigen Gaming Communities ist uns der eSport natürlich eine Herzensangelegenheit und als Gamer erkennen wir die Leistungen des traditionellen Sport natürlich voll und ganz an. Tatsächlich haben der elektronische und traditionelle Sport viel mehr Gemeinsamkeiten, als so mancher auf den ersten Blick denken mag.

Auch bei den Unterschieden finden sich Gemeinsamkeiten

Die Grenze zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden kann man nicht eindeutig ziehen, da es viele Überschneidungen gibt. Man kann allerdings festhalten, dass die traditionellen Sportarten wie Fußball, Handball oder die Leichtathletik wesentlich mehr körperlichen Einsatz erfordern, als es der eSport tut. Hierfür müssen Sportler strikten körperlichen Trainingsplänen folgen und bewegen sich im Verlauf eines Matches eine Menge. Hierbei ist die Bewegung selber jedoch der größte Unterschied. Körperliches Training wird nämlich auch beim eSport immer wichtiger.

Hier geht es hauptsächlich um die Ausdauer und das Durchhaltevermögen, welches Profigamer trainieren müssen. Hinzu kommen körperliche Trainingseinheiten, die Gamer effektiver machen und die Gesundheit stärken. Hierzu zählt eine starke Rückenmuskulatur, um eine richtige Körperhaltung zu haben, starke Vorderarme, Hände, Handgelenke und Finger. Ähnlich wie traditionelle Sportler auch müssen eSportler Cardiotraining machen. Jeder Gamer weiß, wie anstrengend kompetitive Spiele sein können. Man hatte wissenschaftlich sogar nachweisen können, dass eSportler einem ähnlichen Druck wie Athleten unterliegen.  

Professionelle Trainingseinrichtungen sind wichtig für eSport

Eine weitere Gemeinsamkeit kann man daran erkennen, dass viele Profigamer schon Ende ihrer 20er oder Anfang ihrer 30er ihre Karriere beenden. Das ist sehr mit dem Fußball vergleichbar, der ebenfalls so anfordernd ist, dass die meisten Spieler in der ersten Hälfte ihrer 30er in den Ruhestand gehen. Es ist daher wichtig, dass man mehr Trainingseinrichtungen eröffnet, bei denen die Spieler professionell unterstützt werden können. Wenn man das schafft, kann man eventuell auch das Austrittsalter erhöhen und Spieler länger in der Branche halten. Auch beim Fußball gibt es immer wieder Überraschungen in der Hinsicht. So entschied sich die italienische Torwartlegende Gianluigi Buffon im Alter von 40 Jahren zu einem großen Comeback und wird zumindest für eine Weile der italienischen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen. Sein erstes Spiel für Italien findet gegen Argentinien statt, wobei Italien in den Online-Wetten eher als Underdog gesehen wird.

Sport soll Menschen verbinden

Man sollte nicht mehr darüber streiten, was denn ein wirklicher Sport sei oder nicht. Beide Arten verlangen mental und körperlich auf ihre ganz eigene Art viel von den Sportlern ab. Aus diesem Grunde befasst sich auch die Sportwissenschaft immer mehr mit dem Thema. Eine weitere Definition von Sport zielt darauf ab Gemeinschaft zu schaffen, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden. All diese Kriterien erfüllt der eSport. Die Computerspiele haben Menschen auf großen internationalen Events zusammengeführt, bei denen Menschen ihren Teams zujubeln, genau wie beim traditionellen Sport ebenfalls. Genau so sollte es sein – wie halt bei jeder Sportart!

Geschrieben von Martin Eichberger, Freelancer

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