eSport Unterstützung an der Basis – Was tun die Verantwortlichen für das Wachstum?

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Mit dem neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD soll es bald endlich so weit sein. Der eSport findet seine Anerkennung als Sportart in der Bundesrepublik Deutschland und damit ebenfalls Zugang zu den so wichtigen Fördertöpfen des Landes. Es handelt sich um ein entscheidendes Merkmal, um die Basis des Sports richtig fördern zu können und den Nachwuchs bei der Ausübung zu unterstützen, wie es bei anderen, etablierten Sportarten schon lange der Fall ist.

 

Schweden als beispielhafte Nation im eSport

Die Förderung der Jugend in einem bestimmten Sport ist niemals ein einfaches Unterfangen, vor allem dann nicht, wenn ein komplett neues System aufgebaut wird. Beim vergleichsweise extrem jungen eSport ist genau dies der Fall. Lange weigerte man sich in Deutschland, den immer beliebter werdenden Sport auch offiziell als einen solchen anzuerkennen. Nunmehr scheinen die ersten Schritte in eine verheißungsvolle Richtung gemacht, doch mehr Arbeit kommt auf die Verantwortlichen zu. Das Ziel ist es für die verantwortlichen Organisationen, einen Zugang für alle interessierten Spieler zu ermöglichen. Bei einer auf moderne Technik ausgelegten Sportart ist dies nicht so einfach, wie viele denken mögen. Zudem besteht eine große Verantwortung gegenüber den Eltern und Familien vieler Spieler sowie den Organisatoren und Sponsoren, die immer mehr Geld in den eSport investieren. Beispiele hierfür sind allgegenwärtig und beinhalten viele große Namen unterschiedlichen Branchen.

Mit Betway holte sich das bekannte schwedische Team Ninjas in Pyjamas etwa einen Wettanbieter ins Haus, der zugleich dafür sorgen soll, dass der eSport weiter wächst und in der öffentlichen Wahrnehmung gewinnt. In Deutschland sorgte insbesondere das Engagement von Mercedes-Benz für Aufmerksamkeit. Der Automobilgigant entschied sich zum weltweiten Sponsoring der ESL, bei der es sich um das älteste eSport-Unternehmen der Welt handelt. Highlight ist dabei das Auto im Wert von 50.000 Euro, dass der Most Valuable Player am Ende mit nach Hause nehmen darf.

Doch zurück nach Schweden: Die skandinavische Nation darf sich als Beispiel der Branche bezeichnen, schaut man sich das Engagement des ganzen Landes in der Thematik an. So wurde zum Beispiel ein Benehmenskodex verabschiedet, der für sämtliche Mitglieder der eSport-Gemeinschaft gilt. Dieser soll neben dem aktiven Gaming vor allem Wert auf Inklusion legen und damit der zunehmend bunt gemischten Gesellschaft weiterhelfen. In der Entwicklung halfen ausgewählte Personen, Organisationen und eSport-Teams, unter anderem auch oben erwähnte Ninjas in Pyjamas. Weit voraus ist das Land auch bei der Förderung an Schulen. Eines der beliebtesten eSport-Spiele der Welt, Counter-Strike: Global Offensive, steht als wählbares Schulfach in Sigtuna zur Verfügung.

Wie sieht es anderswo auf der Welt aus?

 

Nicht nur Schweden gehört seit langem auf die Weltkarte des eSports, auch Südkorea ist praktisch seit Beginn des Sports für seine qualitativ hochwertigen Spieler bekannt. Egal, ob es um StarCraft II, LoL oder Dota 2 ging – auf einen Südkoreaner an einer der ersten Stellen in den Siegerlisten konnte man sich stets verlassen. Diese Entwicklung kam ebenfalls nicht zufällig zustande, sondern beruht auf der Sportförderung durch die koreanische Regierung. Bereits im Jahr 2000 wurde der eigene Verband gegründet und unterstützt seitdem professionell die Entwicklung der Sportler. Über das ganze Land verteilt existieren Internet- und Gaming-Cafes, die liebend gerne genutzt werden und Athleten aller Altersgruppen voranbringen, selbst wenn diese kein schnelles Internet daheim vorweisen können.

Großes Wachstum kann in den vergangenen Jahren ebenfalls die USA aufweisen. Es ist traditionell ein Land, das den neuesten Trends folgt, sei es Drone Racing oder eben eSport. Insbesondere die Sponsoring-Einsätze vieler Investoren sorgten für zuvor ungeahnte Möglichkeiten. Selbst Sportteams der großen Ligen, etwa die Philadelphia 76ers, engagierten sich seit Jahren mit Nachdruck im eSport. Doch was geschieht wirklich an der Basis? Hier sei vor allem das Engagement einiger Universitäten erwähnt, die sich mit komplett neuen eSport-Räumlichkeiten um die besten Spieler balgen. Im kalifornischen Irvine etwa können eSport-Stipendiaten auf 3500 Quadratmetern ihrer Leidenschaft nachgehen. Ähnliches gilt für Nachbarland Kanada, in dem die University of Britisch Columbia gleich 100.000 US-Dollar in Gaming-Ausrüstung investierte, um den 800 Spieler starken Gaming Club zu fördern. Die Investitionen hatten angesichts der Gewinne von über 500.000 US-Dollar augenscheinlich großen Wert für die Universität.

Der eSport wächst unaufhaltsam, doch die führenden Nationen des Sports auf der ganzen Welt zeigen die Wichtigkeit der Unterstützung durch gezielte Förderung. Selbst wenn teils große Unternehmen immer öfter mit ihren finanziellen Mitteln unterstützend einwirken, bleibt die staatliche Hilfe ein Muss.

Geschrieben von Rudolf Berger, Freelancer

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